vulkanradweg

entgegen ersten überlegungen habe ich doch eine zweitagestour daraus gemacht. am dienstag mit dem zug nach fulda gefahren, von dort den fuldaradweg bis schlitz. landschaftlich ganz passabel. der radweg ab schlitz nennt sich vulkanradweg; er führt auf der trasse der ehemaligen vogelsbergbahn von lauterbach bis stockheim bzw. in die andere richtung von salzschlirf bis schlitz auf der trasse der ehemaligen bahnstrecke nach niederjossa im fuldatal. es wäre ja zu schön gewesen, wenn der radweg in salzschlirf über die fachwerkbrücken geführt worden wäre. der bahnhof in salzschlirf mit dem alten bahnsteigvordach und dem ehemaligen stellwerksturm lohnt einen blick. kurz vor angersbach schöner blick über die aue und eisenbahn (heutige vogelsbergbahn) auf die wartenbergruine.

angersbach
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main–tauber–jagst–neckar

warum in dorfprozelten starten? weil das der vorletzte bahnhof am main ist, den man mit rmv-fahrkarte erreichen kann, der letzte ist faulbach. und von miltenberg bis lohr und partenstein bin ich letzten Oktober schonmal gefahren. wetter etwas bewölkt, trotzdem sonnencreme ins gesicht geschmiert.

wertheim ist tatsächlich recht hübsch und eine kaffeepause wert, das taubertal ganz nett, die städte wie tauberbischofsheim hübsch, aber so richtige highlights habe ich keine gesehen. in markelsheim hab ich eine ferienwohnung als unterkunft für eine nacht bekommen, habe aber noch einen abstecher nach weickersheim gemacht. das gasthaus ochsen in markelsheim hat sicher auch schon mal besserere zeiten gesehen, schnitzelbude.

schoental

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baden & elsass im frühling

aus hier nicht näher zu erläuternden gründen bin ich in baden-baden aus dem EC gefallen. eigentlich baden-baden – baden-oos (so ähnlich wie wittlich/wengerohr). btw, die SBB-IC-waggons sind besser als die von der ÖBB: die zwei fahrradhängeplätze sind am selben ende des waggons, besser angeordnet und direkt neben der tür, so dass das einsteigen und aufhängen auch leichter geht.

nach dem umziehen hab ich mir den bahnhof nicht weiter angeguckt und bin in richtung rhein losgeradelt. das wetter war gut, sonnig, nicht sehr warm, etwas wind. obwohl ich ein gutes stück auf der B3 gefahren bin, waren die autofahrer alle rücksichtsvoll und haben beim überholen viel abstand gehalten; ziemlich ungewohnt. eine kleine straße mit wenig verkehr durch die rheinauen bis kurz vor rheinmünster, recht hübsch. auf dem rheindeich wie gewohnt eher langweilig, da der rhein dort kanal ist, aber immer wieder etappen durch felder und auwälder. überhaupt viele blühende obstbäume, birnen, kirschen. wegen der hinweisschilder zum kustall in freistett schon dort was zum übernachten gesucht und gefunden. zwar ohne frühstück, aber das gibts bei der bäckerei im dorf.

die gegend heißt auch hanauerland, weil im 15. jahrhundert ein hanauer Philip eine von lichtenberg geheiratet hat. nachdem der letzte hanauer graf gestorben war, ging das ganze auf einen Ludwig von hessen-darmstadt über. bin also sozusagen heute nicht allzu weit weg gekommen.

am nächsten tag um halb acht bei wolkenlosem himmel und um die fünf grad los gefahren, z.t. auf dem rheindeich, an den kiesgruben und auwäldern entlang nach kehl. durch kehl durch ziemlich viel autoverkehr, grenzverkehr nach frankreich. strasbourg scheint recht fahrradfreundlich, viele velorouten gut ausgeschildert, allerdings oft auf radwegen, die aber meist genügend breit sind. in der altstadt so ziemlich alle einbahnstraßen für radfahrer in beide richtungen frei, es wird sehr viel rad gefahren. außerhalb siehts deutlich anders aus: jede menge bunte papageien auf rennrädern, reise- oder alltagsradler so gut wie gar nicht.

bis obernai mit dem regionalzug überbrückt, da die strecke bis zum vogesenrand nicht so prickelnd ist. die dame in der tourist-info in obernai war sehr hilfreich und hat mir eine unterkunft organisiert, wo ich den größeren teil meines gepäcks hingebracht habe und dann in richtung ehntal gestartet bin.

die 850 höhenmeter bis zum scheitelpunkt hattens ganz schön in sich, obwohl im mittel ab klingenthal “nur” 7%. die vegetation ist da hoch doch noch deutlich zurück, vogesenfeeling wie früher mit den bächen und so. beim ehemaligen lager natzweiler-struthof nur kurz verweilt. ich weiß nicht so recht, die wiederhergerichteten holzbaracken und so, hinzert fand ich angemessener. der weitere weg runter nach rothau und durchs bruche-tal nach dörlisheim und weiter nach obernai war doch erheblich länger als ich schlampig geplant hatte; die fahrt über boersch und auch die stadtbesichtigung obernai daher ausgefallen. vielleicht sollte ich doch nochmal da hin mit etwas mehr zeit und vogesen + mont sainte odile, ottrott, boersch, …

am donnerstag kurz übern markt in obernai und dann die elsässer weinstraße nach barr, dambach, chatenois bis bergheim. ich hätte ja gerne eine kaffeepause mit kuchen gemacht, aber in diesen ganzen weinstraßenorten gibts nur jede menge weinlokale, aber keine cafes oder wenigstens bäckereien mit ein paar tischen und stühlen draußen. oder zur not auch drin. so schön die dörfer sind, aber nach 40 km wirds auch bald langweilig.

in bergheim in richtung rhein abgebogen und durch illhäusern an der ill zum canal du rhóne au rhin. sehr schön, wobei im sommer dürfte man wenig zur seite sehen wg. der stellenweise dichten vegetation. der radweg ist im gegensatz zur klassifizierung in osm durchgehend bis neuf brisach befahrbar, wassergebundene decke und gut gepflegt.

in breisach nach einchecken in der jugendherberge zum münster hoch, im cafe etoile mit blick auf rhein und vogesen einen flammkuchen gegessen + zwei weißweinschorle getrunken und den sonnenuntergang genossen. es scheint das angekündigte schlechte wetter aufzuziehen, tags wars sonnig, aber auch diesig.

den letzten tag der tour hab ich damit verbracht, übern tuniberg nach freiburg zu radeln und mit dreimal umsteigen nach hause zu fahren.

bilder

rheintour

und besuch im db-museum in lützel. hab mir etwas mehr davon versprochen, mehr infos und weniger fehler oder widersprüchlichkeiten. eine nette fahrzeugsammlung. paar bilder

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herbstwanderung

pyrmonter felsensteig – mit gefühlt 350 mitwanderern. am reizvollsten ist der teil im elzbachtal; der anstieg von der pyrmonter mühle zum sammetzkopf durch die maifelder agrarwüste bringts nicht so richtig. man sollte vielleicht hin und zurück durchs elzbachtal laufen. aber die aussicht von da oben ist gut. wenn es nur klarer gewesen wäre.

eifel-radtour, die zweite

diesmal adfc-tour vennbahnradweg und rur-/urft-/erfttal. start in clervaux, in voller regenmontur, weshalb ich von der ersten etappe bis burg reuland keine bilder habe; es hat die ganzen drei stunden geregnet. aber die neue regenhose und die gamaschen haben dicht gehalten. nach 13 km, in troisvierges, zweigte die vennbahn ab.

ab dem zweiten tag kein regen mehr, nachmittags sogar sonne. das vennbahn-museum in st. vith lohnt auf alle fälle einen besuch. in dem abschnitt von reuland bis monschau gibts außerdem noch ein paar brücken(reste) und ein bisschen bahntechnik zu sehen. und jede menge info-tafeln. landschaftlich ist dieser abschnitt durchs hohe venn der reizvollste. die altstadt von monschau scheint an schönen tagen ziemlich touristisch überlaufen zu sein; kurz angucken lohnt trotzdem.

den rest bis aachen fand ich weniger reizvoll, außer den bahnhof von raeren, wo noch einiges altes bahnzeugs rumsteht, stellwerke, signale, waggons, sogar diesellokomotiven; alles reichlich verwahrlost.

das untere rurtal von düren bis zur rurtalsperre hat einige hübsche abschnitte, den rursee selber finde ich nicht so prickelnd. dafür ist aber der weitere verlauf entlang des obersees zur urfttalsperre und die urft entlang bis gemünd (das ist wo die olef in die urft mündet) und dann wieder von kall bis nettersheim schön; der weg geht meist durch eichen-, manchmal auch durch fichten- (oder sinds tannen?) -wälder. ebenso der letzte abschnitt übern berg (530 m höhe) ins erfttal und nach bad münstereifel.

bahntrassen und berge

bahntrassen? naja, nicht ganz.

der glan-blies-radweg geht tatsächlich vom beginn der alten glantalbahn von bad münster am stein bis niederhausen auf deren trasse. das wars dann aber auch schon. von staudernheim bis altenglan ist draisinenbetrieb, man fährt immerhin oft neben dem gleis, da wo früher mal das zweite gleis war. so richtig wirds erst wieder bahntrasse hinter glan-münchweiler bis waldmohr. leider ist der elschbacher tunnel wegen baufälligkeit mittlerweile wohl ganz gesperrt, was 1 km umleitung mit 40 hm bringt.

das hotel, welches ich mir in waldmohr ausgeguckt hatte, ohne zu reservieren, hat dienstags ruhetag! brauchbare tourist-info gibts auch keine, aber eine nette junge frau im edeka gegenüber hat ganz schnell dann in waldziegelhütte für mich was organisiert. sie meinte, ich solle hinter ihr herfahren (obwohl es an meinen klamotten eigentlich zu sehen war, dass ich mit dem rad unterwegs war). überhaupt waren die leute sehr hilfsbereit, aber nochmal 3 km und 80 hm, womit es knappe 100 km wurden, natürlich nicht hinter einem auto her.

am nächsten morgen, immer noch heißes wetter, über die nordsaarländischen hügel und berge nach st. wendel und auf die nächste bahntrasse, die strecke st. wendel – tholey, auch wendalinus-radweg genannt. reine radler- und inliner-strecke, ziemlich neu und asfaltiert. vor dem zugemauerten tunnel vor tholey hörts auf und es geht den berg hoch. bis primstal hab ich die landstraße benutzt und nicht den saarlandradweg, war mir zu umständlich. von primstal auf der primstalbahntrasse bis dagstuhl, nicht asfaltiert, aber einigermaßen zu fahren und landschaftlich schön.

von dagstuhl nach wadern und weiskirchen über einige hügel rüber und dann richtig knackig hoch bis auf 600 m, auch wieder landstraße, aber unangenehm, da hauptstrecke nach trier und deshalb recht stark befahren. und das 3 km bei 6 % steigung. runter nach kell. vielleicht wäre es besser gewesen, nicht über weiskirchen zu fahren, sondern in morscholz weiter geradeaus die landstraßen über steinberg, reidelbach den schwarzwälder hochwald hoch nach kell; wäre deutlich kürzer gewesen und wahrscheinlich weniger verkehr.

das erste hotel in kell hat betriebsferien, bei der pension doris ist keiner da, aber die leute gegenüber beim feierabendhock verweisen mich aufs hotel zur post am bahnhof. der sehr freundliche und hilfsbereite wirt bedauert, alles schon belegt zu haben, telefoniert aber mit dem “hotel typisch” gegenüber. da ist was frei, aber die wirtin kommt erst abends um zehn zurück. er bietet mir an, in seiner fahrradstation zu duschen und mich umzuziehen; frühstück + lunchpaket gäbs auch bei ihm und er würde die komplette abrechnung machen. dann hab ich da auf der terasse, direkt am ruwer-hochwald-radweg, auch zu abend gegessen. 0,4 liter viezschorle für 2,50!

am donnerstag die nächste bahntrasse, die hochwaldbahn. erst runter nach hentern und wieder zurück auf dem ruwer-hochwald-radweg bis hermeskeil. der weg ist ja auch erst ein paar jahre alt, asfaltiert und in entsprechend gutem zustand und gut genutzt. schade fand ich, dass er gerade im bereich des ruwer-durchbruchs nach zerf runter nicht auf der bahntrasse, sondern daneben auf einem asfaltierten waldwirtschaftsweg verläuft.

in reinsfeld abstecher zur gedenkstätte SS-sonderlager hintzert. auch mit rad nur über die landstraße zu erreichen.

ab hermeskeil auf dem hunsrück-radweg. hermeskeil selbst sollte man eher in richtung abtei umfahren und sich dabei die radwegführung durch ein großes und ödes gewerbegebiet sparen, und 90 höhenmeter. hinter thiergarten gehts 4 km und 160 hm durch buchenwald auf den hochwaldkamm, auf dem es nochmal 7 km auf einer gut gepflegten, asfaltierten forsttraße bis zum erbeskopf sind. der holzturm steht immer noch, ist immer noch gesperrt, wobei ichs mir diesmal verkniffen habe, trotzdem hoch zu steigen. die aussicht vom neuen “windklang” ist zwar auch ganz schön, aber halt nur auf den nordwest-halbkreis, nix richtung südosten oder so.

die abfahrt runter nach morbach geht auf geschotterten waldwegen, halbwegs erträglich zu fahren. in morbach mindestens drei radwegweiser zur tourist-info, aber die haben nur bis vier uhr auf; das muss man sich mal vorstellen! (nachtrag nach email-wechsel: der vorraum der tourist-info ist bis 22 uhr geöffnet und da gibts auch infos über freie zimmer und so.) hab trotzdem auch so was zum übernachten gefunden, war aber im vergleich zur post in kell unangemessen teurer, wobei letzteres auch nicht ganz billig war.

etwas regen nachts, dadurch morgens kühler. auf der höhe im hunsrück ists eh nicht so heiß wie im rheintal. der abschnitt von bischofsdhron bis hinzerath ist hübsch, z.t. asfaltierter feld- und waldweg, z.t. straße, beidseitig von linden gesäumt. in sohren (flugplatz hahn) sieht man noch deutlich, dass der ort früher von der us air force gelebt hat. überhaupt läuft der hunsrückradweg von büchenbeuren bis simmern oft nahe an der autobahnähnlich ausgebauten B 50 zum hahn. hinter kirchberg den ersten reiseradler seit bahnhof hermeskeil (nach 70 km wegstrecke) gesehen.

ab simmern die nächste bahntrasse, teil der hunsrückbahn, jetzt schinderhannes-radweg über kastellaun nach emmelshausen, mit schönen ausblicken über die hunsrückhöhen. in emmelshausen ist leider das letzte stück der trasse bis zum bahnhof zugebaut. zum abschluss auf der schmalen straße durchs gründelbachtal runter nach st. goar kam nochmal etwas gebirgsfeeling ob der serpentinen und 400 hm auf 10 km auf.

  • strecke: 355 km mit allen umwegen; 3500 höhenmeter meint basecamp anhand der logs
  • bilder
  • der track

ehemalige bahntrassen; radwege, draisinen, museumsbetrieb

themenradwege

flüsse, entlang oder gekreuzt

transalp 3.0: salzburg – klagenfurt, oder: großglockner-hochalpenstraße

nicht mit dem auto oder motorrad, sondern mit dem fahrrad (und zuviel gepäck).

nach im prinzip umsteigefreier fahrt von bonn bzw. mannheim nach salzburg konnte es los gehen. “im prinzip” deshalb, weil bei brüllender hitze draußen eine klimaanlage nach der anderen im zug ausfiel, zum schluss auch die in unserem (fahrad-/steuer-)wagen, weshalb der ec nach klagenfurt in münchen verendete. es gab dann einen recht schnellen meridian regionalexpress kurze zeit später von münchen nach salzburg, so dass wir mit nur dreiviertel stunde verspätung dort ankamen.

da wir schon mal die ersten kilometer hinter uns bringen wollten und salzburg uns nicht so sehr gereizt hat, sind wir am leopoldskroner weiher vorbei und durchs leopoldskroner moos (recht hübsch) bis großgmain gefahren und haben dort übernachtet. am nächsten tag bad reichenhall gestreift und das saalachtal hoch via lofer, saalfelden, zell am see bis nach bruck. wetter wieder sonnig-heiß, landschaftlich sind das saalfeldner becken und der zeller see ganz schön.

der höhepunkt der tour, die groglo-hochalpenstraße ist bei schönem wetter eigentlich für reiseradler weniger geeignet: zu viele motorräder, autos, busse, zu viel lärm und gestank, aber das wussten wir schon vorher; trotzdem ätzend. die vielen rennradler und mtb-ler ohne gepäck stören weniger. außer uns haben wir nur ein tandem-paar als reiseradler gesehen.

mit dem anstieg, 10-12%, 13 km lang, plus vorher der anstieg von fusch nach ferleiten, hab ich mich doch etwas verschätzt; wir haben erheblich länger gebraucht als geplant. die letzten 140 höhenmeter hat uns dann ein sehr freundlicher jüngerer streckendienstmitarbeiter, selber mountainbiker, in seinem pritschenwagen bis zum fuschertörl gefahren, wo wir drei betten zum übernachten kriegen konnten. abends, wenn der ganze trubel vorbei ist, ists richtig schön da oben. und das frühstück am nächsten morgen war auch opulent.

mit der fahrt um die aus dramaturgischen gründen angelegte großglocknerblick-kurve haben wir uns nicht lange aufgehalten, da das wetter ungemütlich wurde, regen und so. runter zur fuscherlacke, wieder 250 höhenmeter hoch zum hochtor, “gipfelfoto” mit schnee an der seite, und weiter talwärts, zum teil im regen. es lohnt sich auf jeden fall, nicht runter nach heiligenblut (ogottogott, was für ein name!), sondern über die apriacher höhenstraße auf der talschulter nach döllach zu fahren; schmale straße, nur (wenig) anwohnerverkehr.

weiter unten im mölltal, kurz vor außerfragant, konnten wir uns gerade noch so vor einem unwetter mit gewitter, regen, hagel und sturm unterstellen, welches sich schon den ganzen nachmittag über zusammengebraut hatte. uns hats zum glück nicht so schlimm erwischt wie einige kilometer weiter unterhalb villach.

am donnerstag hatte einer die idee, statt dem drau-radweg in möllbrücke folgend, am südufer des millstädter sees entlang zu fahren. das hätten wir besser bleiben lassen sollen: ein paar zusätzliche höhenmeter, unwirtliche straßenknäuel im bereich der autobahnauffahrten lieserbrücke und dann der see selbst: fast komplett privat zugebaut oder wg. steilufer nicht zugänglich, landschaftlich eher belanglos. wir sind deshalb dann auf der straße zurück bis spittal und reumütig wieder dem drau-radweg gefolgt, der in dem bereich landschaftlich auch nicht unbedingt umwerfend ist: fahren auf dem deich mit wenig ausblick aufs wasser. auf alle fälle empfehlenswert: gasthaus jausenstation wallner, wo wir was zum übernachten gefunden haben und am nächsten morgen ein noch viel opulenteres frühstück hatten.

in villach kleiner stadtrundgang. sehr angenehm: es gibt den “radbutler” am drauufer (einrichtung der stadt), wo man sein rad bewacht abstellen kann, die ersten zwei stunden kostenlos. viele leute waren dabei, die sturmschäden zu beseitigen. weiter drau-abwärts lagen teilweise noch bäume auf dem radweg, so dass wir umleitungen fahren mussten.

dann hatte einer die idee, statt dem drau-radweg folgend am wörthersee entlang nach klagenfurt zu fahren. das gleiche wie am millstädter see, alles privat verbaut. immerhin haben wir eine kleine öffentliche badewiese zum pausemachen gefunden und die letzten vier kilometer, die fahrradstraße am lendkanal entlang bis direkt zum neuen platz im klagenfurter zentrum entschädigen für den ganzen wörthersee.

samstag vormittag kostenlose privat-stadtführung vom tourismus-büro (wir waren die einzigen interessenten) und besteigung des stadtpfarrturms (gute übersicht über die gegend, ohne wörthersee).

dann hatte einer die idee …, maria wörth und so, kannsde knicken. jedenfalls sind wir zum keutschacher see hoch geradelt und im dortigen strandbad schön baden gegangen. landschaftlich reizvoller, das keutschacher seental und nicht so viel trubel.

die rückfahrt verlief im gegensatz zum letzten jahr ohne zwischenfälle.

die groglo nochmal mit dem rad? im gegensatz zu den beiden vorherigen alpenüberquerungen eher nein wegen des vielen auto- und motorradverkehrs.

  • bilanz: 380 km, vielleicht 5 – 6000 höhenmeter; die verschiedenen gps-logger sind sich da nicht einig
  • meine bildergalerie alles am stück
  • und Klaus sein picasa
  • der track

trainingslager am staffelsee

radtour staffelsee – kochelsee – walchensee – garmisch (das land der versiegelten kanaldeckel; häuptling jackewiehose sei dank) und durchs loisachtal zurück zum staffelsee. da das wetter nicht so doll war (musste mich dreimal unterstellen), waren auch nicht so viele motorradfahrer unterwegs.

radtour zum peißenberg; noch nicht ganz klar, was heftiger war, die 400 höhenmeter auf den berg rauf oder die vielen kleinen eiszeithügel im voralpenland.

auch sehr schön: das murnauer moos.

radtour

von germersheim den (alt)rhein hoch, am bienwald vorbei nach wissembourg. schönes städtchen, aber abends ist da nix mehr los. der radweg von wissembourg nach lauterbourg auf der ehemaligen bahntrasse ist zwar gut zu fahren, aber landschaftlich nicht so umwerfend. agrarwüste. bei neuburg mit der fähre über den rhein. fährt “nach bedarf, in der regel viertelstündlich”. daraus wurden dann 50 minuten. bilder

mit dem rad zur arbeit

mit der luftpumpe das ventil aus dem sitz gerissen, auf die schnelle keinen neuen schlauch bekommen. die ventilklemme an der neuen luftpumpe scheint eine fehlkonstruktion zu sein, dass sie so fest sitzt. ich verstehs nicht, die technik ist doch alles andere als neu. zum glück hab ich noch die ventilklemme von der alten lupu.

heute mal wieder mit dem alassio zur arbeit; ich fahre auch damit immer noch gerne.

Posted in rad

maifeld und mosel – zu verkaufen

alte bauernhöfe in der eifel und weingüter an der mosel, die zwar schön, aber aufgrund ihres bauphysikalischen zustandes und der lage eigentlich unverkäuflich sind. andererseits wird reichlich neu gebaut, auch in dörfern am arsch der welt, wo man dann aufs auto angewiesen ist.

adfc-eifeltour

mit dem rad in einer gruppe von 12 leuten von emmelshausen nach brodenbach, münstermaifeld, monreal, ulmen nach daun; um die maare rum und den bahntrassenradweg nach wittlich und bernkastel.

wetter hätte wärmer sein können und zweimal durch dicken regen bei temperaturen nur wenig über zehn grad fahren macht auch nur begrenzt spaß. aber ansonsten hat sie sich gelohnt. besonders wenn man was für den morbiden charme der provinz übrig hat. was da so hotel genannt wird … und in der gastronomie sind die dönerbuden auch schon in der eifel angekommen. vereinzelt gibts gute cafes und restaurants, aber nix mit bio.

via claudia augusta, oder: transalp 2.0

mit dem rad über die berge kann süchtig machen. mal sehn, was nächstes jahr dran ist.

diesmal sind wir nach einer etwas umständlichen anreise mit dem zug nach lenggries (auf jeden fall versuchen, eine direktverbindung darmstadt-münchen zu bekommen) und einer übernachtung dort am nächsten morgen bei sommerlichem wetter gestartet, die isar hoch und durchs leutaschtal nach telfs im inntal. ab dann gings immer den inn hoch, wo wir ab imst der via claudia augusta über martina in der schweiz und den reschenpass ins etschtal gefolgt sind. bis meran ist diese route recht schön. dahinter landschaftlich immer noch schön hat sie doch einige längen durch die endlosen obst- und weinbau-monokulturen. außerdem folgt die route dort nur noch dem namen nach der via claudia augusta, denn tatsächlich wird sie meistens auf dem etschdeich oder sonstigen separaten und meist neu hergerichteten oder angelegten radwegen geführt, abseits der ortschaften. dies ist wohl dem erwarteten fahrrad-tourismus auf dem etschtalradweg geschuldet.

landschaftliche höhepunkte: das obere inn- und etschtal.

weniger schön: der lärm von der allgegenwärtigen inntal- und brennerautobahn, aber das wussten wir vorher schon. und torbole und riva del garda am gardasee sind mir zu sehr auf deutschen tourismus ausgerichtet: in italien einen cappucino mit schokopulver serviert zu bekommen ist schon hammerhart, unglaublich! zumindest das ende vom gardasee kannsde knicken!

persönliche beleidigung

Küppersbusch heute in der taz: “Ich betrachte es als persönliche Beleidigung, Kohl anerkennen zu müssen als letzten Friedenskanzler der Bundesrepublik und als Überlebender der 80er Friedensbewegung heute nur die Wahl zu haben zwischen Linkspartei und dem Mentholpunk Helmut Schmidt.”

dieburger dreieck – das vorläufige ende

diebdreck

ist mit dem beschlossenen bebauungsplan erstmal erreicht. nun werden wohl die bagger anrollen, damit bis zum 1. märz alles plattgemacht ist.

laut bi-zeitung besitzt die stadt dieburg 72.000 qm, 86.000 qm sind in privatbesitz. wenn nun laut darmecho “die Stadt fast drei Millionen Euro erlöst”, dann “erlösen” die privaten grundstücksbesitzer ungefähr 3,5 millionen oios, also 40 oios/qm.
für ackerland!
oder ist da ein denkfehler drin?
vielleicht bekommen einige gemeinnützige einrichtungen in dieburg und umgebung ja auch demnächst eine großzügige spende.

jetzt wo die bäume fallen, könnte man mal rückblick halten und fragen, warum das alles so scheiße gelaufen ist. wo anfangen?

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